Wer bist Du im Wunderland?

Geschrieben von Susann • Samstag, 20. Februar 2010 • Kategorie: Film-O-Thek

Eine Initiative der Fünf Filmfreunde. Finde mit Beantwortung von sieben Fragen heraus, welchem Charakter aus Tim Burton's Alice im Wunderland Du am ähnlichsten bist. Mein Testergebnis war ja beinahe voraus zu sehen:


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Mehr Infos zum Film ALICE IM WUNDERLAND

Eine Backwaren-Odyssee

Geschrieben von Susann • Sonntag, 15. März 2009 • Kategorie: Alltag

Sonntagmorgen halb acht in Deutschland. Die Idee: Ein schönes Frühstück mit frisch vom Bäcker geholten Brötchen. Ich begebe mich also auf die Straße. Friedlich liegt sie da, keine Menschen, hier und da Rufe eines Kauzes. Es sind nur wenige Meter bis zum Bäcker am Supermarkt, auf den ich zusteuere. Von weiten sehe ich dunkle Fenster, nicht erleuchtet, ich werde nervös. Vor der Tür angekommen, lese ich das Schild auf dem die Öffnungszeiten stehen. Es gibt keine Zeiten für den Sonntag. Ich bin etwas frustriert, beschließe aber meine Suche nach frischen Backwaren fortzusetzen und laufe in die Gegenrichtung, ein Stück weiter als zum Supermarkt. Mein Weg wird von einer Katze gekreuzt, ein kleiner Streuner. Kommt er gerade oder geht er schon wieder?! Um mir nicht weiter über das Nachtleben eines Haustieres Gedanken zu machen, konzentriere ich mich auf die noch verschlafenen Häuser und noch verschlossenen Hofeinfahrten. Als mein neues Ziel in Sichtweite kommt, treffe ich auf eine alte verwirrte Dame, die die Straße auf und ab geht. Sie hält eine kleine Bäckertüte in der Hand, das lässt mich hoffen. Nun, wieder stehe ich vor der Tür, die Fenster dunkel, die Regale leer, aber ich sehe kurz eine Erscheinung einer Verkäuferin hinter der Theke. Ich klinke an der Tür, doch sie ist verschlossen. Die Öffnungszeiten verraten: Kein Einlass vor halb neun. Ich bin frustriert. Um den Ehrgeiz nach einem leckeren Frühstück weiter zu schüren, laufe ich die Straße entlang und entdecke bald schon die Reklame eines weiteren Bäckers, laufe hin und ... wieder verschlossen, an keinem Sonntag geöffnet. Ich mache also den Bogen in Richtung nach Hause. Von Aufgeben kann allerdings keine Rede sein. Mit dem Willen, nicht ohne etwas heim zu kehren, laufe ich weiter in den Ort hinein, noch einmal an meinem Wohnhaus vorbei. Wieder ein Bäcker in Sicht, doch leer ist nicht nur mein Magen, auch dessen Regale. An der Tür klebt ein Zettel: Liebe Kunden, wir sind umgezogen, an den Supermarkt. Kann es wirklich sein?! Stehe ich also zweimal bei dem selben Bäcker vor verschlossener Tür?! Spontan gerät der Gedanke, ich muss noch Geld von der Bank holen, in meinen Kopf. Gut, sie liegt auf dem Weg. Als ich endlich die Kreuzung erreiche, erblicke ich zwei sich gegenüberliegende Bäcker, bei beiden brennt Licht im Verkaufsraum. Es ist bereits acht Uhr, das Glockenläuten der Kirche macht es deutlich. Ich stoße einen Seufzer aus. Ich entscheide mich für den Bäcker, in dem gerade ein Kunde bedient wird. Dies bringt mir die nötige Sicherheit, dass der Laden auch wirklich geöffnet ist. Die Tür steht bereits auf, doch auch hier schaue ich auf die Öffnungszeiten. Sonntag ab acht Uhr dreißig. Womöglich hat der Kunde vor mir gebettelt, dass er eher rein kommt. Ich bin an der Reihe. Die Verkäuferin wirkt noch etwas verschlafen, ist aber nett. Mit der gefüllten Bäckertüte in der Hand und frohen Mutes schlendere ich in Richtung nach Hause, komme vorbei an dem gegenüberliegenden Bäcker - hier sagt ein Schild sonntags ab acht geöffnet - mache einen kurzen Halt an der Bank und laufe heimwärts. Verwundert bin ich immer noch, dass hier die Bäcker erst so spät öffnen. Nun habe ich schlussendlich für den Kauf von vier Brötchen und zwei Croissants eine Stunde benötigt, aber dafür einen schönen Spaziergang durch den frühsonntäglichen Ort gemacht.

Man on Wire - Ein Drahtseilakt

Geschrieben von Susann • Samstag, 7. Februar 2009 • Kategorie: Film-O-Thek

Genre: Dokumentation, Produktionsort/-jahr: Großbritannien 2008, Regie: James Marsh, Laufzeit: 94 min
Auszeichnungen: Bester Dokumentarfilm (Karlovy Vary Filmfest, 2008), Publikumspreis (Internationales Filmfest Edinburgh, 2008), Publikumspreis (Los Angeles Film Festival, 2008), Grand Jury Prize & Publikumspreis (Sundance Filmfest, 2008), Bester Dokumentarfilm (British Independent Film Awards), Oscar-Nominierung (Academy of Motion Picture Arts and Sciences, 2009)
im Web: www.manonwire.de

gesehen im: Karlstorkino, Heidelberg

Story: Seiltänzer Philippe Petit hat einen Traum: Einmal über Wolken gehen. Zusammen mit seinem Team plant er etwas nie Dagewesenes, einen Wahnsinns-Coup. Am 7. August 1974 spannen sie ein Seil zwischen den Türmen des World Trade Centers in New York, in 417 Meter Höhe.

Rezension: Die BBC-Dokumentation zeigt in beeindruckenden Bildern den Werdegang eines unglaublichen künstlerischen Geniestreiches. Teils mit Originalaufnahmen, teils mit genialen Nachstellungen lässt Regisseur James Marsh die Monate des Planens und den Tag itself Revue passieren. Die spielerischen Einlagen, die an frühe Charlie Chaplin-Filme erinnern lockern das Ganze etwas auf. Durch die authentischen Interviews der Beteiligten, die die bildhafte Dokumentation begleiten, werden Faszination und Wahnsinn spürbar.
Philippe Petit, bekannt für seine Performances auf außergewöhnlichen Bühnen - betanzte er doch schon Seile auf Notre Dame und der Harbour Bridge in Sydney - schrieb seine Erlebnisse in To reach the Clouds nieder und lieferte damit den Stoff für den Film.

Fazit: "Es ist unmöglich, das ist klar ... Packen wir's an" (P. Petit). Von der ersten bis zur letzten Minute fesselnd und inspirierend zugleich.

Bewertung:
Bewertung 5/5

Man on Wire

Scorsese verfilmt Chinmoku

Geschrieben von Susann • Montag, 2. Februar 2009 • Kategorie: Film-O-Thek

Martin Scorsese (führte zuletzt Regie bei Departed - Unter Feinden) verfilmt Endō Shūsakus Roman Chinmoku (Schweigen) von 1977, in dem es um die Christenverfolgung im Japan des 17. Jahrhunderts geht. Zwei junge portugiesische Jesuiten bereisen Japan um dort den Fortgang der Missionsarbeiten zu gewährleisten. Stattdessen werden sie Zeuge der schrecklichen Unterdrückung der dort lebenden Christen durch die Shogunherrschaft, die jeden westlichen Einfluss von Japan fern halten möchte.
Besetzt werden sollen die Hauptrollen mit Benicio Del Toro (Nein, kein Bruder von Guillermo!), Daniel Day-Lewis und Gael Garcia Bernal. Die Dreharbeiten zum Film, der den treffenden Titel Silence tragen wird, starten dieses Jahr in Neuseeland.

Die Klasse

Geschrieben von Susann • Sonntag, 1. Februar 2009 • Kategorie: Film-O-Thek

Originaltitel: Entre les murs (Zwischen den Mauern), Genre: Drama, Produktionsort/- jahr: Frankreich 2008, Regie: Laurent Cantet, Länge: 128 min
Darsteller: François Bégaudeau, Vincent Caire, Olivier Dupeyron, Patrick Dureuil, Frédéric Faujas
Auszeichnungen: One Future Preis (Filmfest München, 2008), Goldene Palme (Internationale Filmfestspiele in Cannes, 2008), Oscar-Nominierung Bester fremdsprachiger Film (Academy of Motion Picture Arts and Sciences, 2009)

gesehen im: Kino Gloriette, Heidelberg

Story: Der engagierte und idealistische Französischlehrer François Marin unterrichtet an einer Mittelschule in einem Pariser Viertel, das viele Migranten beherrbergt und als sozialer Brennpunkt gilt. Trotz seiner unkonventionellen Methoden machen es ihm seine autoritätsaversiven Schüler schwer, seinen Stoff zu vermitteln. Ständig kommt es zu langen erfolgsarmen Diskussionen und Respektstreitigkeiten. Die Situation eskaliert als einem der Schüler der Diziplinarausschuss und somit ein eventueller Schulausschluss droht.

Beschreibung:
François Marin wird von François Bégaudeau, selbst ehemaliger Lehrer, gespielt, der dem Film mit seinem gleichnamigen Buch die Grundlage lieferte. Darin schildert er seine Erlebnisse eines Schuljahres, unverkrampft und wertungsfrei. Die Schüler werden allesamt von Laien, die im genannten "Problemviertel" aufgewachsen sind, dargestellt.

Rezension: Heutzutage wird Lehrern sehr viel abverlangt. Sie sollen Wissensvermittler, Wegweiser und zugleich Elternersatz sein und das alles in einem pädagogisch korrekten Rahmen. Dabei wird oft vergessen, dass es sich nur um Menschen handelt. Dies zeigt besonders eindrucksvoll eine, wie ich finde, sehr intime Szene des Films, in der ein junger Lehrer, in dem Schuljahr neu an die Schule gekommen, im Lehrerzimmer seiner Verzweiflung und seinem Frust Luft macht. Seine Kollegen hören angespannt und still zu, sagen aber nichts. Ein Stück alltäglicher Wahnsinn.
Während des gesamten Films herrscht eine bedrückende Grundstimmung. Dabei kommt der Titel Zwischen den Mauern nicht von ungefähr. Nicht nur, dass die Schule als einziger Drehort einen eigenen Microkosmos darstellt, die vielen Close Ups unterstreichen das Gefühl, dass man mitten im Klassenzimmer und somit im Geschehen steht.
Der Film wird beherrscht von langen Dialogen, die beweisen wie aussichtslos der Kampf beider Seiten oft ist. Letztlich wird nach wenigen Erfolgen und vielen Rückschlägen das alltägliche Leben fortgesetzt.
Da Regisseur Cantet viele tragende Rollen mit Laien besetzt hat, entsteht ein faszinierender dokumentarischer Charakter, der den Film authentischer nicht machen könnte. Man gewinnt den Eindruck als hätte jemand willkürlich einen Schnitt in der heutigen Zeit, der den Anfang des Films und einen weiteren, der das Ende bestimmt, gesetzt. Viele Fragen bleiben unbeantwortet.
Trotz Fehlens einer eigentlichen Handlung bzw. eines Spannungsbogens ist der Film ein Zeugnis eines revolutionsbedürftigen Bildungssystems und regt zum Nachdenken an. Aufgrund der vielen anstrengenden Zwiegespräche ist der Film entsprechend schwere Kinokost, aber er lohnt sich.

Fazit: Realistisches Portrait eines erschreckenden Lehreralltags und ein Spiegel der Gesellschaft, nicht nur für Frankreich. Ein Film, den sich Lehrer sowie Schüler, aber vor allem Eltern ansehen sollten, die sich oft beklagen ohne in der Lage zu sein sich ein richtiges Bild vom Verhalten ihrer Kinder in der Schule und der daraus resultierenden Machtlosigkeit der Lehrkörper und ihrer Überforderung machen zu können.

Bewertung:
Bewertung 4/5

Mei Ling

Geschrieben von Susann • Samstag, 31. Januar 2009 • Kategorie: Film-O-Thek

Originaltitel: Mei Ling, Genre: Animationskurzfilm, Produktionsort/- jahr: Frankreich 2008, Regie: François Leroy, Stéphanie Lansaque, Länge: 15 min

gesehen auf:
Arte (wird wiederholt am 13.02.2009 um 16:10 Uhr)

Story: Mei Lings Lebensinhalt besteht darin, in ihrer Wohnung auf ihren Liebhaber zu warten, der viel auf Geschäftsreisen ist und unregelmäßig vorbei kommt. Als sie eines Tages einen kleinen Kraken in ihrer Spüle entdeckt, beschließt sie ihn zu behalten und zu versorgen. Da die Besuche ihres Partners immer seltener und unerfreulicher werden, entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung zwischen der jungen Frau und dem Tintenfisch, aber auch Eifersucht.

Rezension: Der Film besticht durch Kreativität und atmosphärische Bilder, ganz die fabelhafte Welt der Amélie in Hongkong. Trotz der Fantasie, die in der Story steckt, lebt man mit Mei Ling in ihrem Alltag. Der Kraken tentakelt die Herzen, frei nach "och, wie süß".

Fazit: Sehenswert und einfach niedlich!

Bewertung:
Bewertung 4/5

Blog the blogging Bloggers

Geschrieben von Susann • Samstag, 31. Januar 2009 • Kategorie: Blog-News

Für den Relaunch der Kaeferlounge (launch the lounge o.O) habe ich einige neue Motivation benötigt, aber umso mehr die Freude daran wieder entdeckt. Beim Stöbern im Netz unterlag ich einer Serendipität und stieß auf die Blog-Software Serendipity. So bin ich nun das Projekt angegangen wie ich es oft mache: Ich kaufe ein dickes Buch und baue ein Gerüst Stück für Stück auf. Serendipity bietet gegenüber anderer Blog-Software eine benutzerfreundliche Verwaltungsoberfläche und trennt Design über Smartytemplates von Inhalt, was mehr Sicherheit für selbigen bedeutet. Viele Funktionen sind auf Plugins ausgelagert, was eine schnellere Grundperfomance verspricht. Etwas komplexer wird es, wenn man tiefer in die Serendipity-Materie eintauchen will. Jedoch bin ich soweit mit der Software sehr zufrieden und es kann mit dem Bloggen (wieder) losgehen.